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Herkunft

Import und Fang

Da die Zucht von Prachtschmerlen sehr schwierig ist, werden die Tier oft aus Südostasien importiert. Ganze Familien erzielen ihren Lebensunterhalt mit dem Fang und Verkauf der Fische. Die Fangmethode ist so einfach wie effektiv: Es werden hohle Bambusröhren im Wasser versenkt, die dann von den Prachtschmerlen als Verstecke genutzt werden. In regelmäßigen Abständen lassen sich die Röhren samt Prachtschmerlen - die sich in das vermeintlich sichere Versteck geflüchtet haben - herausfischen. Diese Methode können Sie auch in ihrem Aquarium anwenden!

Zucht

Prachtschmerlen waren früher im Normalfall Wildfänge. Nach meinem aktuellen Wissensstand sind sie in ihrer Heimat zahlreich vorhanden und nicht bedroht. Trotzdem stehe ich persönlich Wildfängen kritisch gegenüber, da sich immer der Verdacht eines massiven Eingriffs in das Ökosystem einstellt. Ferner überleben viele Fische den langen Transport nicht.

Sie sollten - und das gilt natürlich für alle Fische - versuchen, ein möglichst artgerechtes Aquarium zu schaffen und die Überlebens- und Vermehrungschancen der Fische so hoch wie irgendwie machbar zu gestalten. Denn auch wenn es über den Preis nur selten zum Ausdruck kommt, aber man kauft sich keine Waren in der Zoohandlung, sondern Lebewesen.

Vereinzelt hört und ließt man von Zuchterfolgen, die jedoch meist eher durch Zufall entstanden sind. Über die Vermehrung in der Natur ist mir leider nicht allzu viel bekannt. Es wird vermutet, dass die Prachtschmerlen zur Ablaichung Wanderungen unternehmen. Ich habe den Tipp gelesen, das Becken oft umzugestalten und auch die Wassertemperatur zu variieren, um praktisch eine Art Wanderbewegung zu simulieren. Wegen der bereits genannten Sensibilität gegenüber Veränderungen und Beckenwechsel, erscheint mir diese Idee nur bedingt sinnvoll. Wenn, dann sollten Sie eher dezente, schrittweise Veränderungen vornehmen.

Nach neueren Informationen scheinen Prachtschmerlen v.a. in Osteuropa erfolgreich nachgezüchtet zu werden, so dass die Zahl der nachgezüchteten Tiere inzwischen die Zahl der Wildfänge überschreitet. Zu bedenken ist hierbei, dass die Zucht durch die Zugabe von Hormonen und anderen Hilfsstoffen stimuliert wird und ferner viel Wasser verbraucht, was insgesamt ökologisch auch nicht unbedingt sinnvoll ist.

Kommentare (23)

  • Jessika
    Jessika
    am 01.11.2009
    Hallo, Christoph,

    erstmal Glückwunsch zu deiner fertig gestellten Umfrage - auch wenn die Ergebnisse nicht gerade erfreulich sind. Vielleicht kommt aber doch der ein oder andere Prachtschmerlen-Besitzer (so wie ich) ein bisschen ins Denken. Und, man soll die Hoffnung ja nie aufgeben, eventuell sogar der ein oder andere Händler/Fachverkäuferin?

    Zu deinem Rat mit der Heizung (bzw. ohne solche) - das wird bei uns wohl nicht klappen, da wir das Becken unten in der Diele eines alten Bauernhauses stehen haben.Diese wird nur durch den angrenzenden Heizungsraum quasi mitgewärmt, sodass wir selbst im Sommer kaum auf 23/24 °C kommen, im Winter wohl deutlich unter 18°C. Das dürfte für tropische Süßwasserfische wohl doch ein wenig zu kalt sein...

    Falls ich noch 'ne Idee habe,wie ich eine Sandecke gestalten könnte(und eventuell bereit bin den ganzen Bodengrund auszuräumen um die Heizkabel entsprechend neu zu verlegen - also frühestens im nächsten Jahr, jetzt hatten die Beckenbewohner erst mal genug Stress), würde ich diese entweder mit Silikon verklebten Schieferplatten oder durch ein eingesetztes Terrariumbecken ("Badewanne" für Agamen oder Leguane)vom Kies trennen, um eine Durchmischung zu vermeiden. Total- Ausstattung mit Sandboden erscheint mit - gerade wegen möglicher Fäulnis- oder Schimmelbildung nicht so ideal. Und meine Panzerwelse und die Prachtschmerlen "gründeln" auch in dem Kies, vor allem wenn's aufgetautes Tiefkühlfutter gab.

    Übrigens, die beiden Gold-Antennenwelse freuen sich über die Kostbereicherung durch Gemüse und Salat und raspeln bis auf rohe Möhren alles - vom Salat bis zur rohen Kartoffel ratzeputz klein (und meine Amazonas-Schwertpflanzen haben seitdem auch keine "gerippten" Blattruinen mehr).

    Die Prachtschmerelen sind bei mir dagegen ziemlich wählerisch: Salat löchern sie gerne, auch Gurken werden angeknabbert, aber bei grüner oder roter Paprika probieren sie bisher nur ganz vorsichtig. Will demnächst mal Zucchini probieren - anscheinend stehen meine drei eher auf grünes Gemüse.

    Liebe Grüße

    Jessika
    • Christoph
      Christoph
      am 02.11.2009
      Hallo Jessika,

      die Umfrage hat in der Tat wenig schöne Ergebnisse geliefert, aber vielleicht lässt sich damit etwas bewirken.

      Ok, da wirst Du ohne Heizung wirklich schwer auskommen. Ggf. mit Styropor dämmen (Rückwand bauen!), aber weiß nicht, ob das reicht.

      Mit Sand habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, der Pflanzen wachsen super und auch so habe ich bisher keine Schwierigkeiten Feststellen können.

      VG
      Christoph
  • Jessika
    Jessika
    am 31.10.2009
    Hallo, Christoph,

    danke für deine Antwort. Meine drei Schmerlen fühlen sich in dem neuen Becken offenbar wohl. Nachdem sie in dem alten, viel zu kleinen Becken hauptsächlich in ihrer Höhle gehockt haben - rausschwimmen lohnte sich wohl nicht- sind sie jetzt den ganzen Tag gemeinsam unterwegs, machen Streifzüge durch sämtliche Höhlen, spielen mit ihren Spiegelbildern und halten sich besonders gern in der Nähe des Strömungsfilters auf. Da bekomme ich direkt Lust ihnen irgendwann doch mal ein 2 Meter-Becken zu spendieren mehr wäre wohl utopisch), wenn die Haushaltskase es zulässt...

    Momentan will mein Mann davon allerdings gar nichts hören, ihm und meinem ältesten Sohn steckt wohl noch die Schlepperei von diesem Becken in den Knochen (da ist man als Frau halt doch fein raus). Naja, vielleicht in zwei, drei Jahren?

    In so einem Becken könnte man dann wohl auch sechs bis sieben Prachtschmerlen halten ohne sie in allzu arge Raumnot zu bringen.

    Bis dahin würde ich ihnen und meinen marmorierten Panzerwelsen aber gern wenigstens eine Sandecke zum Gründeln gönnen. Ansonsten ist das Becken mit feinem Kies (2-4 mm) ausgestattet, das Becken eine Bodenheizung hat (die mir besser gefällt als der Heizstab im alten Becken.)Wie kann ich in einer Sandecke den gefürchteten Hitzestau verhindern? Ist das überhaupt machbar?

    Danke schon mal für's Mitdenken und Beraten. Tut wirklich gut, wenn man nicht nur allein aus zig - Fachbüchern völlig gegensätzliche Angaben unter einen Hut bringen muss.

    Viele Grüße

    Jessika
    • Christoph
      Christoph
      am 31.10.2009
      Hallo Jessica!

      Immer ein größeres Becken haben zu wollen ist wohl so eine Eigenart von Aquarianern *G*

      Ein Sandecke wäre schon was, Problem kann sein, dass sich zum einen Sand und Kies vermischen werden, zum anderen dass sich an den Übergängen (warum auch immer...) Schimmel o.a. bilden kann.

      Eine Heizung hab ich schon lange gar nicht mehr Becken! Da es an zwei Wänden steht und einen Rückwand aus Styropor hat, hält sich die Temperatur problemlos. Heizen tun praktisch die Lampen.

      Natürlich ist es im Winter etwas kühler als im Sommer, aber alles im fischtauglichen Bereich. Kann ich also nur empfehlen, spart Strom und einen leichten Temperaturwechsel gibt es in der Natur ja auch.

      VG
      Christoph
  • Jessika
    Jessika
    am 28.10.2009
    Hallo, Christoph, weiß nicht, wie die Schnecken heiße, es waren so kleine grau-braune mit spitzem, gedrehtem Haus.(ich glaube die habe ich mir mit den Moosbällen aus dem ersten Becken reingeholt...)

    Haben sich jedenfalls vermehrt wie die Karnickel - eher noch schlimmer. Und in der angebotenen Schneckenfalle hat sich allenfalls mal ein junger Panzerwels gefangen.

    Grüße, Jessika
    • Christoph
      Christoph
      am 30.10.2009
      Hallo Jessika,

      das klingt schon nach Turmdeckelschnecken. Sobald man sich Pflanzen kauft hat man meistens die eine oder andere Schnecke mit im Schlepptau.

      Was gut gegen eine "Schneckenplage" hilft ist einfach weniger füttern. Dann erledigt sich das recht fix.

      VG
      Christoph
  • Jessika
    Jessika
    am 28.10.2009
    Hallo Christoph,

    nach längerer Zeit mal wieder ...

    Habe inzwischen ein bisschen weiter geforscht und denke jetzt, dass das bei mir im Becken eher Schlammschnecken waren. Die haben auch ein spitzes Haus, aber nicht ganz so langgezogen wie die Turmdeckelschnecken. Solche Schlammschnecken habe ich auch bei meiner Schwester im Gartenteich entdeckt - nur waren die schon um einiges größer.

    Meine drei Prachtschmerlen sind jetzt auch endlich in ihr größeres Becken umgezogen - hat ewig gedauert, weil die extra angefertigte Abdeckung nicht fertig wurde. Und ohne gehts nun mal nicht, weil die drei sonst ganz gern aus dem Becken hüpfen (Eine lag schon mal hinter der Kommode, hat sich aber glüchklicherweise noch rechtzeititg wieder hervor gezappelt.) War auch 'ne ganz schöne Angstpartie, sie umzusetzen. Im Fanggefäß machen die ja auch ganz schön Randale. Sie sind aber heil und ganz im neuen Becken gelandet und sind jetzt immer noch dabei, es zu erkunden. Als erstes haben sie den großen Holzstamm gemeinsam "abgebartelt", den ich vor den Filter gestellt haben, um ihnen eine größere Höhle zu bieten. Aber sie drängeln sich auch ganz gern nebeneinander in ihre kleinere, bisherige Lieblingshöhle.

    Im neuen Becken habe ich übrigens auch wieder Schnecken - hab ich mir wohl mit dem Javafarn reingeholt. Diesmal sind`s aber Posthornschnecken. Mal sehen, wie meine drei Prachtis damit klarkommen. Vielleicht freuen sie sich ja über den kleinen Snack zwischendurch?!

    Liebe Grüße

    Jessika
    • Christoph
      Christoph
      am 30.10.2009
      Hallo Jessica!

      Das mit den Schlammschnecken ist interessant, da scheint es weltweit verschiedene Arten zu geben und mache davon sind regelrechte Schädlinge. Turmdeckelschnecken sind dagegen nach meiner Erfahrung kein Problem.

      Deine Prachtschmerlen werden mit den neuen Schnecken schon aufräumen

      Freut mich auf jeden Fall, dass der Umzug der Fische gut über die Bühne ging!

      VG
      Christoph
  • Jessika
    Jessika
    am 09.09.2009
    Nochmal`ne Frage zu Prahctschmerlen:

    Brauchen die unbedingt Schnecken zur Ernährung, oder sind sie mit einem gutem Mix aus Mückenlarven, Wasserflöhen etc, sowie Gemüse zum Trockfutter auch zufrieden zu stellen?Hab mir meine erste Prachtschmerle damals ja dummerweise zur Schnecknvernichtung angeschafft, weil mir diese kriechenden, vermehrungsexplosiven Pflanzenvernichter tierisch auf den Senkenl gingen und mit keinem anderen "Mittel" zu beseitigen waren - außer alle Pflanzen zu entsorgen und den ganzen Kies abzukochen...

    Wäre also nicht erfreut, jetzt regelmäßig solche Tierchen

    nachzuzüchten und dann auch noch freiwillig ins Becken zu setzen. (Aber wenn meine drei Prachtis es denn unbedingt brauchen ...)

    Ihr seht schon: Unendlich viele Fragen und wahrscheinlich ebensoviele - widersprüchliche- Antworten, jedenfalls demzufolge, was ich mir bisher so anlesen konnte.

    Grüße, Jessika
    • Christoph
      Christoph
      am 09.09.2009
      Hallo Jessika!

      Dein Futtermix hört sich gut an, Prachtschmerlen kommen auch ohne Schnecken aus, außerdem ist es fast nicht möglich ein Becken komplett ohne Schnecken zu haben, da immer ein paar überleben.

      Mich wundert, dass die Schnecken bei Dir so viel Schaden angerichtet haben, ich hatte mal ein Becken in dem - mal etwas übertrieben - am Boden mehr Schnecken als Kies waren und die Pflanzen trotzdem prächtig gedeiht sind, waren bei mir Turmdeckelschnecken. Vermutlich hattest Du andere Schnecken.

      VG
      Christoph

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