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Allgemeines

Prachtschmerlen sind lebhafte, intelligente und sehr spannende Fische, die für viel Action im Aquarium sorgen. Trotzdem ist zu beachten, dass sie nicht zu den Anfängerfischen zählen und in vielen Bereichen besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Die langsam wachsenden Prachtschmerlen sind - wenn sie sich erst mal eingewöhnt haben - sehr robuste Fische, die ein hohes Alter (Ich habe schon von 18 jährigen Prachtschmerlen gehört!) erreichen können. Problematisch ist v.a die Phase nach dem Kauf. Da Prachtschmerlen oft Wildfänge sind (vgl. "Herkunft"), sind die Tiere durch den Fang, den Transport etc. sehr gestresst und mitunter auch stark geschwächt. Die Umstellung durch den Wechsel in das Aquarium des Käufers stellt für die Fische eine weitere Belastung dar. In dieser Zeit sind Prachtschmerlen sehr anfällig für die Pünktchenkrankheit, die jedoch mit Medikamenten entsprechend behandelt werden kann. Ähnliches gilt auch bei jedem Aquarienwechsel.

Es ist nicht ungewönhlich, dass sich die Fische nach dem Einzug in ihre neue Lebenswelt in den ersten Tagen oder gar Wochen kaum blicken lassen und lediglich zur Futteraufnahme ihr Versteck verlassen. Nach und nach gewinnen die Prachtschmerlen Vertrauen und legen ihr verspieltes Wesen an den Tag.

Um den Einzugsstress für die Fische abzumildern, sollte ihre neue Heimat möglichst artgerecht eingerichtet sein. Ferner sollten Sie beim Kauf einen genauen Blick für schon bestehende Krankheiten entwickeln. Ggf. können Sie die neuen Prachtschmerlen für einige Zeit in ein Quarantänebecken geben, was allerdings den Nachteil hat, dass die Fische beim Umsetzen in das Hauptbecken wiederum Stress ausgesetzt sind. In jedem Fall sollten Sie den Tieren in den ersten Tagen viel Ruhe gönnen.

Aquarium-Einrichtung

Auch wenn Prachtschmerlen sehr lebhaft sind, ziehen sie sich immer wieder gerne in Verstecke oder dunklere Ecken des Aquariums zurück. Höhlen, Röhren, Stellen mit dichterer Vegetation sind also ein absolutes Muss.

Höhlen lassen sich z.B. mit Wurzeln, Steinen, Kokosschalen, Rohren oder anderen gekauften Elementen gestalten. Am besten eignen sich Röhren, die zum einen die Länge der Prachtschmerlen um mind. das 1 1/2-fache überschreiten, zum anderen auch keinen zu großen Durchmesser haben.

Auch die Beckengröße spielt eine entscheidende Rolle. Da sich Prachtschmerlen meistens in den unteren oder mittleren Wasserschichten aufhalten, ist die Breite und Tiefe des Beckens wichtiger als die Höhe. Bei der Beckenlänge habe ich bisher sehr unterschiedliche Mindestwerte gelesen. Nach meiner Meinung ist ein Becken ab 150 cm Länge bzw. 375 Litern das absolute Minimum. Becken mit mehr als 375 Litern (>600 Litern) sind jedoch als deutlich besser anzusehen. Immerhin erreichen die Tiere in Gefangenschaft eine Größe bis zu 16 cm.

Als Bodenbelag ist Sand oder sehr feiner Kies angeraten, da die Prachtschmerlen gerne nach Futter wühlen. Scharfkantiges Substrat sollten Sie auf jeden Fall vermeiden.
Auf Grund ihrer Körperform gelten Prachtschmerlen als Bewohner schnell fließender Gewässer. Daher sollte auch im Becken - zumindest Stellenweise - eine entsprechende Strömung hergestellt werden.

Kommentare (133)

  • Noreen
    Noreen
    am 27.09.2015
    Ich suche für meine letzte Prachtschmerle eine Gruppe. Ich habe sie selbst 2008 von einem Aquarianer übernommen. Sie ist schon recht groß und geschätzte 10 Jahre. Leider ist heute ihr letzter Partner verstorben und ich möchte sie nicht alleine lassen, da sie wirklich sehr sozial ist. Jungtiere dazukaufen hatte ich schon vor Jahren versucht. Leider sind alle gestorben und hatten meine bestehende Gruppe mit der Pünktchenkrankheit angesteckt. Ich wohne im Raum Mainz.
    Kann mir jemand helfen?
    Liebe Grüße
    Noreen
  • Claudia
    Claudia
    am 11.02.2015
    Hallo,
    ich habe diese tolle Seite gefunden, weil ich mich auch mal über Prachtschmerlen informieren wollte. Wir - mein Sohn und ich - haben, wie so viele, die Prachtschmerlen als das Antischneckenmittel vom Zoohändler verkauft bekommen. Drei Stück für ein 54 l Becken!!!!! Nun gut, passiert ist passiert, gerade am Anfang, denk ich, machen viele den Fehler auf ihren Zoohändler zu hören. Die jetzige Situation: 54 l mit viel Versteckmöglichkeiten und Pflanzen, 2 Antennenwelse (ca. 5 und 7 cm), 3 Kampffische (1 Männchen und 2 Weibchen), 4 Schmuckbarben und drei Prachtschmerlen (eine ca. 6-7 cm und zwei ca. 4 cm). Ich weiss, ihr müßt mich nicht darauf hinweisen. Kampffische sollten alleine leben (da hab ich das zweite Mal auf den Zoohändler gehört). Zum Glück ist durch die hohe Pflanzendichte auf der linken Seite des Beckens noch nichts passiert. Die Kampffische gehen sich aus dem Weg. Auch die Schmuckbarben sind mit Sicherheit bei den Kampffischen nicht optimal untergebracht... Aber mir geht es jetzt um die Prachtschmerlen.
    Wir haben uns ein 500 l Becken ersteigert. Allerdings mit eher ungewöhnlichen Massen: 114 breit x 64 tief x 68 hoch. Für dieses Becken planen wir 6 Welse (drei Antennenwelse übernehmen wir, ebenso den Bratpfannenwels. Einen Dreistreifenharnischwels (ich glaub so heisst der) und einen anderen Wels, von dem ich nur weiss, dass er so eine Art Fühler am Maul hat, dass er augenscheinlich schon älter ist (schliess ich aus den ramponierten Schuppen und dem restlichen Äußeren) haben wir uns "reserviert"beim Zoohändler, weil wir uns nach unserem 10. Besuch nicht mehr mit angucken konnten, wie die Welse von den anderen Fischen gemoppt wurden (der eine ist alleine in einem Barschbecken gewesen). Beide Welse sind auf unsere Bitte hin aus den Becken rausgefangen worden und warten im hinteren Bereich (hoffentlich in Ruhe) auf unser 500 l Becken.
    Dann haben wir beim Zoohändler drei Prachtschmerlen gesehen, die bereits ca. 10 cm, ca. 14 cm und ca. 15 cm groß sind. Sie sollen von einem Kunden zurückgegeben worden sein. Eine eingeschworene Dreiergruppe, sehr verängstigt, wenn man guckt, flüchten sie ständig von hinten rechts nach hinten links. Die einzige Versteckmöglichkeit ist gerade mal groß genug für eine große plus eine halbe Schmerle, den Schwanz nicht eingeschlossen! Der guckt raus.
    Gespräch mit Zoohändler: Bor, die sind aber groß. Was sind für Fische? Antw.: Prachtschmerlen. Die selben wie wir auch haben? Antw.: Ja. Werden unsere auch so groß? Antw.: MAN WEISS NICHT. MANCHE JA, MANCHE NEIN. NIEMAND WEISS, WARUM DAS SO IST!
    So so , man weiss das also nicht. Da hab ich aber mittlerweile was anderes gelesen.....
    Diese Dreiergruppe möchten wir in unser neues Becken einziehen lassen.
    Über kurz oder lang sollten alle sechs Schmerlen dann zusammenwohnen in dem 500 l Becken. Sollten die Welse zuviel sein, oder sogar nicht artgerecht gehalten werden können, werde ich vernünftige Zuhause für die Fische suchen. Zumindest für die drei einzelnen? Die Antennenwelse sollten kein Problem sein, der Bratpfannenwels soll die meiste Zeit im Sand eingegraben sein. Zu den Schmerlen: Ich hab gelesen, dass große und sehr kleine Schmerlen wohl eher keine Gruppe bilden? Wie lange, bzw. bis zu welcher Größe können die kleinen denn in dem 54 l Becken bleiben, ohne dass es der Gesundheit schadet?

    Bitte um Antwort
    Gruß
    Claudia
    • Christoph
      Christoph
      am 14.02.2015
      Hallo Claudia,
      finde ich toll, dass Ihr keine Mühen scheut, um es den Prachtschmerlen besser gehen zu lassen!
      Und traurig, mal wieder eine der viele Geschichten von schlechter Beratung lesen zu müssen... :-(

      Tiere passen sich immer zu einem gewissen Grad ihrer Umgebung an, d.h. dass Prachschmerlen in einem kleinen Becken tendenziell klein bleiben werden. Gut tun, wird das den Tieren bestimmt nicht. Ab wann es direkt gesundheitsschädigend wird, kann ich nicht sagen, wohl aber, dass es völlig entgegen dem natürlichem Lebensraum steht.
      VG
      Christoph
  • luamar
    luamar
    am 08.02.2015
    Hallo zusammen

    Ich habe prachtschmle geschenkt bekommen und bin mir nicht sicher ob ich ein genügend grosses Aquarum habe es ist.

    L 130 H 50 B 50
    • Christoph
      Christoph
      am 08.02.2015
      Hallo Luamar,
      Dein Becken ist eigentlich zu klein, 150*50*50 wäre die absolute Untergrenze. Und Prachtschmerlen sollten immer in Rudel (5+) von Tieren gehalten werden.
      Viele Grüße
      Christoph
  • Paul
    Paul
    am 05.01.2015
    Hallo,

    ich pflege 4 Prachtschmerlen (12-18 cm) seit nun mehr 20 Jahren. Da ich sie als Kind bekam sind sie mir natürlich total vertraut und ich möchte ihnen bestmögliche Bedingungen in Gefangenschaft bieten.
    Ich hätte mich heute nicht nochmal für Prachtschmerlen entschieden, wenn ich wüsste das sie so alt werden können - jetzt bin ich natürlich etwas stolz. Seit 15 Jahren hausen sie in einem 250l (100x50x50) Becken. Sie fühlen sich augenscheinlich sehr wohl, trotz des knappen Beckens.

    Nun möchte ich mir wegen den Schmerlen ein größeres Becken anschaffen. Da ich mit dem Studium fast fertig bin und in Zukunft evt. häufig umziehen werde, darf es nicht zu groß sein. Habe mich auf die Größe 120x60x50 (60 Tief - 360l) festgelegt. Ist das ausreichend? Wie schätzen Sie die Lebenserwartung ein?

    Vielen Dank für Hinweise!

    Lg Paul
    • Christoph
      Christoph
      am 05.01.2015
      Hallo Paul!
      Die Prachtschmerlen werden sich sicherlich über das größere Becken freuen. Als absolute Mindestgröße gelten aber 375 Liter (150*50*50), alles darunter ist zu klein. Die Fische werden sich natürlich auch in einem kleineren Becken scheinbar normal verhalten, artgerecht ist das aber nicht.
      Das Alter hängt stark von der Pflege ab, in guten Fällen können die Tiere aber gut und gerne 30 Jahre alt werden.
      VG
      Christoph
  • Angela
    Angela
    am 05.05.2014
    Hallo Christoph, Kompliment zu deiner HP. Ich habe nun endlich ein 450l Becken damit meine 4 Schmerlen bald aus den 200 raus kommen und ich dann dementsprechend auch die Gruppe aufstocken kann. Meine Frage ist nun findest du Terrassen im AQ kontra produktiv weil die Schmerlen sich ja gerade am Boden aufhalten? Ich würde gerne welche einbauen, aber in erster Linie soll es ja den Prachtis gefallen.
    • Christoph
      Christoph
      am 06.05.2014
      Hallo Angela,
      danke!
      Hört sich gut für die Fische an :-) bei Terrassen sehe ich keine Problem, gibt für die Prachtschmerlen mehr Abwechslung im Becken.
      VG
      Christoph

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